Keramik 101: Tassen und Teller

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Verena Stienitzka

August 23, 2026


Von der ersten Tonkugel bis zum fertigen Geschirr: So entstehen individuelle Tassen und Teller aus Keramik.

Keramik 101: Tassen und Teller Tassen und Teller gehören zu den schönsten Projekten für den Einstieg in die Keramik. Sie sind praktisch, lassen sich individuell gestalten und zeigen gleichzeitig, wie vielseitig Ton sein kann. Damit ein Werkstück stabil und alltagstauglich wird, sind jedoch einige grundlegende Schritte wichtig. Das Material kennenlernen Ton fühlt sich zunächst weich und formbar an, verändert sich aber während des gesamten Herstellungsprozesses. Er trocknet, schrumpft und wird durch das Brennen dauerhaft fest. Deshalb sollte das Material während der Arbeit gleichmäßig feucht bleiben. Bevor du beginnst, wird der Ton durchgeknetet. Dadurch werden Luftblasen reduziert und das Material wird geschmeidiger. Dieser Schritt ist wichtig, weil eingeschlossene Luft beim Brennen zu Rissen oder Beschädigungen führen kann. Eine Tasse aufbauen Eine Tasse kann beispielsweise aus einer Tonplatte, durch Aufbauen mit Rollen oder auf der Töpferscheibe entstehen. Für Anfängerinnen und Anfänger eignet sich häufig die Plattentechnik, da sich die Form dabei gut kontrollieren lässt. Achte darauf, die einzelnen Teile sorgfältig miteinander zu verbinden. Die Kontaktflächen werden dafür angeraut und mit Schlicker bestrichen. Anschließend werden die Verbindungen geglättet, damit keine sichtbaren Risse entstehen. Der Henkel sollte nicht zu dünn sein und gut mit dem Tassenkörper verbunden werden. Besonders an diesen Übergängen können beim Trocknen Spannungen entstehen. Teller gestalten Bei Tellern ist eine gleichmäßige Wandstärke besonders wichtig. Ist der Boden deutlich dicker als der Rand, trocknet das Stück ungleichmäßig und kann sich verziehen oder reißen. Forme den Teller auf einer ebenen Unterlage und überprüfe regelmäßig, ob der Boden noch gerade liegt. Ein leicht erhöhter Rand sorgt dafür, dass Flüssigkeiten und Speisen auf dem Teller bleiben. Gleichzeitig sollte der Rand stabil, aber nicht unnötig massiv sein. Trocknen und Brennen Nach dem Formen müssen die Stücke langsam und gleichmäßig trocknen. Decke sie locker mit Folie oder einem Tuch ab, damit die Feuchtigkeit nicht zu schnell entweicht. Besonders Henkel, Ränder und Übergänge benötigen Aufmerksamkeit. Nach dem ersten Brand, dem sogenannten Schrühbrand, kann das Stück glasiert werden. Die Glasur verleiht der Oberfläche Farbe und Schutz. Danach folgt der Glasurbrand, durch den das Werkstück seine endgültige Härte und Optik erhält. Funktionalität und Gestaltung Bei Geschirr ist es wichtig, Glasuren zu verwenden, die für den vorgesehenen Gebrauch geeignet sind. Wenn du Tassen oder Teller für Lebensmittel herstellen möchtest, solltest du dich über die Eigenschaften der verwendeten Glasur und die empfohlenen Brenntemperaturen informieren. Unregelmäßigkeiten sind dabei kein Fehler, sondern häufig Teil des handgemachten Charakters. Kleine Unterschiede in Form, Farbe und Oberfläche machen jedes Stück einzigartig.

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Ich bin Verena, Deutschlehrerin, Mutter und leidenschaftliche Bastlerin. In meiner Freizeit töpfere, schreibe und entdecke ich gerne neue kreative Ideen. Auf meinem Blog teile ich meine Projekte und Inspirationen – schau gerne vorbei und lass dich inspirieren!

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